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3. Oktober 2026

Wechsel von Schoch: welche Daten ein Elektrobetrieb mitnimmt — und was er neu erfassen muss

Wer die Branchensoftware wechselt, fragt nicht nach Funktionen, sondern nach den eigenen Daten: Artikel, Stundenansätze, Kunden, offene Offerten. Was elektro.box aus einem Schoch-Stammdatenblatt einliest, was nicht — und wie der Wechsel Schritt für Schritt abläuft.


Beim Wechsel von Schoch zu elektro.box nehmen Sie den Artikelstamm mit — Artikelnummern, Texte, Verkaufs- und Einkaufspreise, Einheiten, ELDAS-Nummern und die Stundenansätze — und den Kundenstamm aus einer CSV- oder Excel-Datei. Offerten, Rechnungen und der Verlauf kommen nicht mit: Sie bleiben im alten System, solange Sie sie brauchen, und neue Belege entstehen in elektro.box. Dieser Beitrag sagt, was im Einzelnen übernommen wird, was Sie neu erfassen, und in welcher Reihenfolge ein Wechsel am wenigsten wehtut.

⚠️ Was Schoch selbst kann oder nicht kann, steht hier nicht: Eine Aussage über einen anderen Anbieter machen wir nur, wenn wir sie auf dessen eigener Seite gelesen haben — und das ist bei diesem Beitrag nicht der Fall. Beschrieben wird ausschliesslich, was elektro.box einliest. Wie Sie das Stammdatenblatt aus Ihrer Schoch-Installation erzeugen, finden Sie in Ihrer Schoch-Dokumentation oder beim Schoch-Support.

Was beim Wechsel der Branchensoftware wirklich zählt

Eine Branchensoftware für Elektrobetriebe — auch Branchenlösung oder Elektro-ERP genannt, siehe «ERP und CRM für Elektriker» — ist über Jahre gewachsen. Ihr Wert für den Betrieb steckt weniger in der Oberfläche als in den Daten, die darin liegen: in jedem Artikel, den jemand einmal sauber angelegt hat, in den Stundenansätzen, in den Kunden mit ihren Adressen. Ein Wechsel ist deshalb dann machbar, wenn diese Daten mitkommen, und teuer, wenn jemand sie abtippen muss.

Vier Fragen entscheiden darüber, ob ein Wechsel für einen Betrieb in Frage kommt:

  1. Kommen die Artikel und Preise mit?
  2. Kommen die Kunden mit?
  3. Was geschieht mit offenen Offerten und Aufträgen?
  4. Was geschieht mit dem Steiger-Abonnement und den NPK-Daten?

Was elektro.box aus einem Schoch-Stammdatenblatt einliest

Unter «Artikelstamm» steht der Import «Von Schoch importieren». Er liest ein Stammdatenblatt im alten Excel-Format (.xls, höchstens 5 MB) und legt die Artikel Ihres Betriebs in einem Schritt an. Übernommen werden diese Spalten:

  • Artikel-Nr. und Artikel-Text — die Nummer wird von Leerzeichen und Tausendertrennern befreit («9 277» wird zu «9277»), damit sie später zu etwas passt. Mehrzeilige Texte werden zu einer Zeile, auf höchstens 255 Zeichen.
  • Festpreis-K — der Verkaufspreis.
  • Einkaufpreis — der Einkaufspreis.
  • Einheit — fehlt sie, gilt «Stk».
  • Eldas — die ELDAS-Nummer, wo das Blatt eine führt.

Ob eine Zeile Material, Arbeit oder eine Pauschale ist, entscheidet sich an wenigem: Ist die Einheit eine Stunde, ist es Arbeit — das sind die Stundenansätze Ihrer Monteure. Hat die Zeile sonst einen Einkaufspreis, ist es Material; alles andere wird eine Pauschale.

Drei Eigenheiten des Blatts behandelt der Import bewusst:

  • Varianten. Ein Artikel kann mehrere Varianten haben, die in Folgezeilen stehen. elektro.box führt pro Artikelnummer einen Preis und nimmt deshalb die Variante «00»; fehlt sie, die niedrigste vorhandene. Das ist wichtig, weil manche Artikel — etwa namentlich geführte Monteure mit ihrem Stundenansatz — nur in einer anderen Variante vorkommen und sonst verloren gingen. Wie viele Varianten übersprungen wurden, meldet der Import.
  • Artikel ohne Verkaufspreis kommen an, aber als inaktiv. Nummer und Text sind die mühsame Arbeit; eine Zeile, die zu 0.00 offeriert werden könnte, ist es nicht. Sobald Sie einen Preis erfassen, ist der Artikel verwendbar.
  • Mehrfach importieren ist erlaubt. Der Import gleicht nach Artikelnummer ab: Wer im Excel einen Preis korrigiert und das Blatt erneut hochlädt, aktualisiert den Artikel, statt ihn zu verdoppeln.

Ein Blatt ohne die Spalten Artikel-Nr., Artikel-Text und VA wird abgelehnt, und die Fehlermeldung nennt, welche Spalten gefunden wurden.

Was nicht mitkommt

  • Offerten, Rechnungen, Rapporte und der Verlauf. Das Stammdatenblatt enthält Artikel, keine Belege. Wer eine Rechnung aus dem Jahr davor nachschlagen muss, tut das im alten System, solange der Betrieb es braucht — für Geschäftsunterlagen gelten ohnehin die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen, und über deren Dauer entscheidet Ihr Treuhänder, nicht eine Software.
  • Kürzel. Das Blatt führt sie, der Import liest sie aber nicht in den Artikelstamm. Wer mit Kürzeln arbeitet, legt sie neu an.
  • Steiger-Daten. Dazu der nächste Abschnitt.

Kunden übernehmen

Der Kundenstamm kommt nicht über das Artikelblatt, sondern über «Kunden importieren»: eine CSV- oder Excel-Datei (XLSX) mit höchstens 5 MB und 5'000 Kunden, zum Beispiel aus der bisherigen Branchensoftware. Die erste Zeile gilt als Kopfzeile. Sie ordnen die Spalten Ihrer Datei den Feldern zu — Kundennummer, Firma oder Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Kontaktperson, Objekt —; elektro.box schlägt die Zuordnung aus den Spaltennamen vor, und Sie speichern sie als Vorlage. Mindestens eine Spalte muss den Namen oder die Firma enthalten.

Ob und in welcher Form sich Kunden aus Schoch als CSV oder Excel ausgeben lassen, prüfen Sie dort; elektro.box liest, was in einer solchen Datei steht.

Steiger und NPK: der Katalog wird nicht kopiert

Wer Kalkulationsdaten von Steiger bezieht, hat dafür eine Lizenz. elektro.box kopiert diese Daten nicht in Ihren Artikelstamm: Steiger-Positionen werden zentral lizenziert und beim Offerieren aus dem Katalog gesucht. Für einen Betrieb ohne freigeschalteten Steiger-Katalog zeigt der Reiter «Steiger» entsprechend an, dass keiner verfügbar ist. Der Wechsel der Software ändert also nichts an Ihrem Steiger-Vertrag — er muss aber für elektro.box freigeschaltet sein, und das klären Sie vor dem Wechsel, nicht danach. Zur Rolle des NPK: «NPK-Kalkulation für den Elektrobetrieb».

Das Devis eines Planers — eine Steiger-Datei (.DAT) oder eine SIA-451-Datei — liest elektro.box Zeile für Zeile ein, ohne KI; nur ein Foto oder PDF geht an die KI. Das betrifft die Ausschreibung, die zu Ihnen kommt, nicht Ihre eigenen alten Offerten.

Der Wechsel in fünf Schritten

  1. Stichtag wählen. Ab diesem Tag entstehen neue Offerten und Rechnungen nur noch in elektro.box. Ein ruhiger Monatsbeginn ist besser als die Mitte einer Abrechnung.
  2. Artikel übernehmen. Stammdatenblatt hochladen, die Meldung lesen — erstellt, aktualisiert, inaktiv, übersprungen — und die inaktiven Artikel durchgehen.
  3. Stundenansätze prüfen. Sie sind der Teil des Blatts mit der grössten Wirkung auf jede Offerte; prüfen Sie sie vor der ersten.
  4. Kunden übernehmen. CSV oder Excel hochladen, Spalten zuordnen, Vorlage speichern.
  5. Offene Offerten und Aufträge entscheiden. Was bis zum Stichtag noch läuft, schliessen Sie im alten System ab; was darüber hinaus läuft, legen Sie in elektro.box neu an. Eine kleine Liste vor dem Stichtag erspart die Suche danach.

Wo elektro.box an Buchhaltung und Material anbindet, steht auf Integrationen; was das Produkt sonst tut, auf Funktionen. Wie Sie eine Betriebssoftware überhaupt beurteilen, fasst «Handwerkersoftware für den Elektrobetrieb» zusammen.

Häufige Fragen

Kann ich von Schoch zu einer anderen Elektro-Software wechseln und meine Artikel behalten? Bei elektro.box ja: Der Import «Von Schoch importieren» liest ein Stammdatenblatt im .xls-Format und legt Artikel, Preise, Einheiten, ELDAS-Nummern und Stundenansätze an. Was Ihre Schoch-Installation ausgeben kann, klären Sie dort.

Gehen beim Wechsel meine alten Offerten und Rechnungen verloren? Sie kommen nicht mit, gehen aber nicht verloren: Sie bleiben im alten System. Neue Belege entstehen in elektro.box; wie lange Sie das alte System zum Nachschlagen behalten, hängt von Ihren Aufbewahrungspflichten ab.

Was geschieht mit Artikeln, die keinen Verkaufspreis haben? Sie werden importiert, aber als inaktiv markiert, damit niemand versehentlich zu 0.00 offeriert. Sobald Sie einen Preis erfassen, sind sie verwendbar.

Muss ich mein Steiger-Abonnement kündigen? Nein. Steiger-Daten bleiben bei Ihrer Lizenz und werden nicht in den Artikelstamm kopiert; der Katalog muss für Ihren Betrieb in elektro.box freigeschaltet sein.


Quellen: Die Angaben zu elektro.box stammen aus dem Funktionsumfang des Produkts — Artikelstamm-Import, Kundenimport und Steiger-Anbindung — und aus den Seiten Funktionen und Integrationen, Stand 3. Oktober 2026. Die Seiten von Schoch Informatik konnten beim Verfassen nicht abgerufen werden; dieser Beitrag macht deshalb keine Aussage über deren Software, Preise oder Exportmöglichkeiten. «Schoch» und «Steiger» sind Namen der jeweiligen Anbieter.

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