Über uns

Wir machen nur Elektro

elektro.box ist Betriebssoftware für Schweizer Elektrobetriebe — für Neubau, Service, Kontrolle und Photovoltaik. Andere Gewerke bedienen wir nicht. Das ist keine Bescheidenheit, sondern die Entscheidung, an der alles Übrige hängt.

Woher das kommt

Gebaut, weil wir es selbst gebraucht haben

Phillipe Wigger hat den Elektroinstallationsbetrieb seines Vaters in Oerlikon übernommen und wollte ihn konsequent digitalisieren. Also wurde dazugebucht, was die bestehende Branchensoftware hergab: Module, digitale Erfassungen, weitere Funktionen. Weniger Papier, weniger Administration, einfachere Abläufe — so war es gedacht.

Beim genauen Blick auf die eigenen Prozesse stand dann fest: digitaler ja, einfacher nein. An manchen Stellen das Gegenteil.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Die Buchhaltung scannte mit dem iPhone einen QR-Code vom Bildschirm ab, um eine Rechnung zu bezahlen. Alles war digitalisiert — und trotzdem wurde ein Bildschirm abfotografiert, damit ein digitaler Vorgang weiterlief.

Wohin die Zeit im Büro geht

  • Informationen suchen und Daten von einer Stelle zur anderen übertragen.
  • Aufträge eröffnen, Rapporte schreiben und kontrollieren, Rechnungen erstellen.
  • Sicherheitsnachweise suchen, Mängel bearbeiten, Dokumente ablegen.
  • Und immer wieder etwas erfassen, das längst irgendwo steht.

Gesucht, nicht gefunden, gebaut

Gesucht war keine Software mit möglichst vielen Modulen, sondern eine, die die Abläufe eines Elektroinstallationsbetriebs versteht: einfach, schnell, zuverlässig. Sie war nicht zu finden. Also hat er sich mit Patrick Lauber zusammengetan — und statt bei den eigenen Erfahrungen zu bleiben, haben die beiden mit vielen Leuten aus der Branche gesprochen und nachgesehen, wo im Betrieb tatsächlich Zeit verloren geht.

«Warum sollte ein Mensch etwas zweimal erfassen, wenn das System es bereits weiss?»
Phillipe Wigger, Elektroinstallateur in Oerlikon und Mitgründer

Digitalisierung heisst nicht, Papier durch einen Bildschirm zu ersetzen. Sie muss Arbeitsschritte vereinfachen — oder ganz wegnehmen. Deshalb ist das Ziel nicht eine Software mit möglichst vielen Knöpfen, sondern möglichst wenig Administration für den Elektriker.

Die Entscheidung

Warum Elektro und nicht «alle Handwerker»

Eine Software für alle Gewerke kennt Kunden, Aufträge, Stunden und Rechnungen. Das ist beim Maler dasselbe wie bei Ihnen, und deshalb lässt es sich auch für alle zusammen bauen. Nur ist es nicht das, woran Ihr Betrieb hängt: Die Regeln, die bei Ihnen zählen, sind elektrospezifisch, und keine davon fällt aus einem allgemeinen Auftragsmodul heraus.

  • Die Kontrollperioden nach NIV — je nach Anlage fünf, zehn oder zwanzig Jahre, gerechnet ab der letzten Kontrolle und nicht ab dem Auftrag.
  • Die Unabhängigkeit nach NIV Art. 33 — wer installiert hat, kontrolliert nicht selbst. Das ist eine Zuteilungsregel, die eine Software kennen muss, bevor sie einen Termin vergibt.
  • Der Sicherheitsnachweis an den Netzbetreiber — mit dem Messprotokoll daran, mit einer Frist, und mit der Frage, wer unterschreibt.
  • Die Kataloge — ELDAS für die Artikelstammdaten, Steiger für die Kalkulationspositionen, NPK für die Ausschreibung. Wer sie nicht einliest, tippt Positionsnummern ab.

Eine Software, die alle Gewerke bedient, kennt keine davon. Sie kann es auch nicht: Für den Maler wäre jede einzelne toter Ballast.

Der Kern

Warum die Anlage und nicht der Auftrag

Die meisten Programme legen den Auftrag ins Zentrum. Er wird eröffnet, abgearbeitet, verrechnet und geschlossen, und danach fällt er nach hinten. Bei Ihnen ist das die falsche Klammer, denn was bleibt, ist nicht der Auftrag, sondern die Anlage.

  1. 01Ein Auftrag ist in zwei Wochen erledigt. Eine elektrische Anlage lebt vierzig Jahre und wird immer wieder angefasst.
  2. 02Beim zweiten Anruf an dieselbe Adresse zählt, was beim ersten Mal gemessen, gewechselt und beschriftet wurde — nicht, wie der Auftrag damals hiess.
  3. 03Die Kontrollperiode hängt an der Anlage. Ein auftragszentriertes System kann sie deshalb gar nicht führen, es kann sie nur danebenschreiben.

Bei uns ist die Anlage das Dossier. Aufträge, Rapporte, Messungen und Belege hängen daran, statt sie zu ersetzen.

Grenzen

Was wir bewusst nicht bauen

Zu einer Entscheidung für ein Gewerk gehört die Entscheidung gegen einiges andere. Wir schreiben sie auf, bevor Sie danach fragen müssen.

  • Kein Meldewesen. Das gehört M2 und ElektroForm von Brunner Informatik, und Ihr Netzbetreiber ist daran angeschlossen.
  • Keine Buchhaltung. bexio, Abacus und Banana bleiben, wo sie sind, und Ihr Treuhänder ebenfalls.
  • Keine Lohnabrechnung. Die Zeiten erfassen wir, abgerechnet wird in einem Programm, das nichts anderes tut.

Alle fünf Grenzen, jede mit Begründung

Daten

Wo Ihre Daten liegen

Datenhaltung in der Schweiz und EU

Harte Bedingung bei kantonalen und kommunalen Auftraggebern.

revDSG

Auskunftsrecht eingebaut, nicht nachgereicht.

Aufbewahrung nach OR Art. 958f

Zehn Jahre für die Geschäftsbücher, bis zur nächsten Kontrolle für die Nachweise.

Wir schreiben nicht, Ihre Daten verliessen nie das Land. Das liesse sich griffiger sagen und wäre in dieser Form nicht wahr. Schweiz und EU sind zwei Orte, und Sie sollen wissen, welche zwei.

Standort

Wo wir sind

Kundenbox GmbH, Zürich, Schweiz. Von hier wird entwickelt, und von hier kommt die Antwort, wenn Sie schreiben.

Die Anwendung spricht Deutsch und Französisch, diese Seite ebenfalls. Italienisch ist geplant; ein Datum nennen wir erst, wenn eines steht.

Prüfen Sie uns, bevor Sie sich entscheiden.

45 Minuten, bei Ihnen oder am Bildschirm. Sie zeigen uns eine Woche aus Ihrem Betrieb, und wir sagen Ihnen, was davon bei uns aufgeht — und was nicht.

Gespräch vereinbaren