1. September 2026
Software für Elektriker in der Schweiz: die meiste Handwerkersoftware ist für den Bau allgemein gebaut, nicht für die Elektrobranche. Was ein Elektrobetrieb konkret prüfen sollte, bevor er wechselt — beim Rapport, bei der Offerte mit NPK-Gliederung und bei der Anbindung an die bestehende Buchhaltung.
Kurz: Software für Elektriker muss vier Dinge können, die allgemeine Handwerkersoftware oft auslässt — einen Regierapport mit Unterschrift vor Ort, eine Offerte in der Gliederung der Ausschreibung, eine durchgehende Kette vom Rapport zur Rechnung und eine saubere Anbindung an die bestehende Buchhaltung. Die Checkliste am Ende fasst sie zusammen.
Wer «Software für Elektriker» oder «Handwerkersoftware Schweiz» sucht, bekommt zuerst eine lange Liste von Programmen, die für den Bau allgemein gebaut sind — für den Sanitär- oder Malerbetrieb genauso wie für den Elektriker. Das ist selten ein Zufall der Suchmaschine, sondern die Ausrichtung des Produkts: die meisten Anbieter decken das ab, was jeder Handwerksbetrieb braucht, und lassen aus, was nur der Elektrobetrieb braucht — die Gliederung nach NPK, die Kontrollperiode einer Anlage, den Unterschied zwischen Regierapport und Mängelrapport. Vier Punkte, an denen sich das in der Praxis zeigt.
Unter dem Suchwort stehen drei Arten von Programmen, die verschiedene Fragen beantworten:
Die vier Punkte unten unterscheiden die erste Art von der zweiten.
Ein Rapport auf der Baustelle soll zwei Dinge gleichzeitig leisten: die Arbeit dokumentieren, und — mit der Unterschrift des Kunden vor Ort — die Grundlage für eine spätere Zahlung sein. Eine allgemeine Handwerker-App, die Fotos und einen Freitext sammelt, erfüllt das erste, aber nicht das zweite: sie unterscheidet nicht zwischen einem Regierapport, der die Basis für eine Rechnung nach Aufwand ist, und einem gewöhnlichen Arbeitsrapport, der es nicht ist.
Der Unterschied ist keine Formalität. Ob eine Mehrarbeit später bezahlt wird, hängt an der vereinbarten Preisform — Pauschale, ungefährer Ansatz oder Regie — und ein unterschriebener Rapport belegt die Arbeit, nicht automatisch die Bestellung. Was daraus für den Nachtrag folgt, steht im Beitrag «Nachtrag zur Offerte: warum ‹mehr Aufwand› bei einem Pauschalpreis kein Nachtrag ist». Eine Software, die diese Unterscheidung nicht kennt, produziert Belege, die im Streitfall nichts beweisen.
Ein NPK-Kalkulation-Werkzeug für den Bau allgemein rechnet in eigenen Positionen. Für die Elektrobranche reicht das nicht, weil die Ausschreibung selbst in einer Gliederung nach NPK oder SIA 451 kommt, und eine Offerte, die in einer anderen Ordnung antwortet, macht dem Bauherrn oder Planer mehr Arbeit als sie ihm abnimmt.
Zwei Dinge lohnt es sich hier genau zu prüfen, weil «NPK» auf einer Anbieterseite mehrere Dinge bedeuten kann:
elektro.box macht auf der eigenen Integrationen-Seite genau diese Unterscheidung: die Gliederung aus der Ausschreibung wird übernommen, ein voller CRB-Katalog-Import ist es nicht. Das ist der ehrliche Stand, und er ist der Grund, weshalb sich ein Blick auf die Integrationsseite eines Anbieters mehr lohnt als ein Werbesatz mit dem Wort «NPK» darin. Was der Katalog selbst regelt — die Kapitelgruppe 500, die Richtzeiten und die betriebseigene Preisbasis, aus der ein Sollerlös wird — steht im Beitrag «NPK Kalkulation für den Elektrobetrieb».
Eine Handwerkersoftware, die Rapport und Offerte in zwei getrennten Programmen führt, zwingt dazu, die Regiestunden ein zweites Mal abzutippen, wenn aus ihnen ein Nachtrag oder eine Schlussrechnung wird. Genau dort entstehen die Fehler, die später im Streitfall auffallen — eine Stunde, die auf dem Rapport stand und auf der Rechnung fehlt. Wer nach «Rapport App Elektriker» oder «Offerte Software Elektro» sucht, sucht meistens nicht zwei Werkzeuge, sondern eines, bei dem der Rapport direkt in die Offerte oder den Nachtrag läuft, ohne eine zweite Erfassung dazwischen.
Die Buchhaltung ist der Teil des Betriebs, den niemand zweimal führen will — der Kontenplan steht, die MWST-Abrechnung läuft, der Treuhänder kennt die Zahlen. Eine Handwerkersoftware, die eine eigene, zweite Buchhaltung verlangt, ist deshalb selten die richtige Frage. Die richtige Frage ist, ob sie sauber an das andockt, was schon da ist: Offerten und Rechnungen hinüberstellen, den Zahlungsstatus zurücklesen. elektro.box tut das heute für bexio; welche weiteren Anbindungen verfügbar und welche geplant sind, steht — ohne zugesagte Termine, die nicht stehen — auf derselben Integrationen-Seite.
Eine vollständige Übersicht, was heute gebaut ist und läuft, steht auf der Funktionsseite; der Aufbau der Preise auf der Preisseite.
Welche Software brauchen Elektriker in der Schweiz? Eine, die Rapport, Offerte, Rechnung und die Nachweise des Fachs — Messung, Sicherheitsnachweis, Kontrollperiode — in einem Ablauf führt, und dazu eine Buchhaltung, an die sie andockt. Ob das ein Programm ist oder zwei, ist weniger wichtig, als dass eine Regiestunde nicht zweimal erfasst werden muss.
Was ist der Unterschied zwischen Handwerkersoftware und einer Branchenlösung für Elektriker? Handwerkersoftware deckt ab, was jedes Gewerk braucht. Eine Branchenlösung für Elektroinstallateure deckt zusätzlich ab, was nur der Elektrobetrieb braucht: die NPK-Gliederung der Ausschreibung, den Regierapport als Grundlage der Rechnung und die Fristen einer Anlage.
Ersetzt eine Software für Elektriker die Buchhaltung? Nicht zwingend, und meistens ist es nicht die richtige Frage. Wer eine laufende Buchhaltung hat, prüft besser, ob die Elektro-Software Rechnungen hinüberstellt und den Zahlungsstatus zurückliest.
Angaben zum eigenen Produkt aus der elektro.box-Dokumentation auf Integrationen und Funktionen, Stand 13. Oktober 2026. Dieser Beitrag beschreibt keine fremden Produkte und macht keine Aussage darüber, was andere Anbieter können oder nicht können.
Wir schauen eine echte Woche aus Ihrem Betrieb an — 45 Minuten, bei Ihnen oder am Bildschirm.